Bluthochdruck und Bauchschmerz durch Livejazz?

Feuilleton | Lärmschutzgutachten: Klaus Nüchtern | aus FALTER 41/12 vom 10.10.2012

Der kleine Club Zwe ist von großer Bedeutung für die Wiener Jazzszene, gefährdet aber angeblich die Gesundheit der Anrainer

Die Schallpegelspitzen der Livemusik liegen mit 47 dB um 4 dB über den verkehrsbedingten Schallpegelspitzen von 43 dB.“ Das klingt jetzt eher nicht so arg, aber wer weiß, was passiert, wenn die Mühlen der Bürokratie erst einmal zu mahlen beginnen, ahnt, dass sich dahinter Abgründe verbergen.

Für das kleine Lokal Zwe im zweiten Bezirk ist das Schreiben der MA 15 in der Tat existenzbedrohend. Dieses hält fest, dass die an sechs Tagen in der Woche veranstalteten Jazz-Sessions "eine erhebliche Störung des Wohlbefindens“ darstellten und "eine Gesundheitsgefährdung nicht ausgeschlossen“ sei.

Eigentlich müsste die Stadt dem Zwe, der eigentlich Helmut Rainer heißt, sich aber selbst am Telefon mit "der Zwe“ meldet, dankbar sein. "Der Zwe“, der hat eine Giftlerhütt’n in einen Jazzschuppen verwandelt. Die Junkies in der Floßgasse sind Jazzern gewichen,


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