Ohren auf Sammelkritik: österreichische Popneuerscheinungen, Schwerpunkt Singer/Songwriter

Von Trauerweiden, Cowboys und Spaßvögeln

Feuilleton | aus FALTER 41/12 vom 10.10.2012

Words can’t tell what I’m feeling“, singt Bernhard Eder auf seinem neuen Album "Post Breakup Coffee“ (Tron). Das überraschende Ende einer langen Beziehung stürzte den ober-österreichischen Singer/Songwriter in die Lebenskrise, als Therapieform hat er sich für ein Konzeptalbum zum Thema "Trennung“ entschieden. Was schlecht für den Künstler war, ist gut für sein Publikum: Eder, der seit Jahren zu den bemerkenswertesten Indie-Liedermachern des Landes zählt, ist hier sein bislang mit Abstand überzeugendstes Werk gelungen.

In einfacher Sprache präsentiert er sich ungeschützt als Chronist seiner Empfindungen - und schafft doch Allgemeingültiges zum Thema Liebeskummer. Das Eis, auf dem Eder wandelt, ist hauchdünn; dass es dennoch hält, liegt neben dem gefühlvollen, aber nicht in Selbstmitleid versinkenden Gesang vor allem an der fein arrangierten, liebevoll ausgestalteten und weit eher auf große Popdramatik denn auf schlichtes Indiefolk-Geschrummel setzenden Musik, die


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige