Nüchtern betrachtet 

Ich bin nicht ganz so cool wie Heiko von der Leyen

Feuilleton | aus FALTER 41/12 vom 10.10.2012

Als ich unlängst die Dille für das Porc Stroganoff hackte, war Ursula von der Leyen im Radio. Von der Leyen ist die deutsche Arbeitsministerin und hat sich - entgegen der bisherigen Linie ihrer Partei, der CDU - für eine Frauenquote in den Vorständen börsennotierter Unternehmen ausgesprochen. Ursula von der Leyen ist eine beeindruckende Frau: Sie kann 16 Minuten Interview bestreiten, ohne eine einzige Politikerphrase zu dreschen, spricht pointiert und unverschwurbelt.

So was bringt hierzulande kaum ein Politiker zusammen, der eine höhere Funktion innehat als die des stellvertretenden Gemeindeamtsschriftleiters. Abgesehen davon hat von der Leyen auch noch sieben Kinder und eine Frisur, was ihr, wie ich von meinen deutschen Freunden weiß, von vielen Landsleuten übel genommen wird. Einen harten Job, sieben Kinder und dann auch noch Zeit für den Friseur - das ist einfach zu viel des Guten. Allein schon der Name! In Deutschland heißen Politikerinnen Leutheusser-Schnarrenberger, Kramp-Karrenbauer


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