Nachrichten aus dem Inneren

Falter & Meinung | Klaus Nüchtern | aus FALTER 42/12 vom 17.10.2012

Die Redaktion erklärt sich selbst

I bin ja ka Beilagenesser in dem Sinn“, lautet einer der berühmtesten Sätze aus der jüngeren österreichischen Film- und Kabarettgeschichte. Es wäre schade, wenn dies auch auf die Falter-Leserinnen und -Leser zuträfe. Denn Oktober, der Monat des Erntedanks, ist traditionellerweise auch jener Monat, in dem die Redaktion besonders üppige Beilagen-Portionen serviert.

Letzte Woche war die Literatur dran, diese Woche sind der Film und die Neue Musik an der Reihe. Schon seit Jahren, ja (fast) Jahrzehnten werden die Viennale und Wien Modern durch Falter-Beilagen begleitet. Letztere wird heuer übrigens zum zehnten Mal beigelegt, die Viennale-Beilage feiert dann nächstes Jahr den Einstieg in ihre Twen-Jahre. Analog zur Kulturtechnik, auf der sie basiert, ist die Literaturbeilage natürlich die Seniorin unter den Supplementen: Sie wurde im Herbst 1991 eingeführt.

Bei so viel Geschichte verliert man leicht den Überblick. Anruf eines ungenannt bleiben sollenden Kollegen: "Welches Jubiläum feiert die Viennale? 20. oder 25.?“ "50.“ "50?! Aber so lange gibt’s ja das Kino noch gar nicht.“ "Eigentlich schon.“ "Jo, eh. Aber den Hurch …“ "Auch.“ "Der müsste dann aber als Zehnjähriger …“ "Der Hurch ist nicht schon immer Viennale-Direktor gewesen.“ "Ah, ned?!“ Eigentlich nicht, auch wenn es manchmal den Anschein hat. Wer sein historisches Wissen nachjustieren möchte, kann sich aber das von Michael Omasta und Joachim Schätz kompilierte Viennale-Alphabet (S. 24ff.) zu Gemüte führen. Und die Beilagen schön aufessen, gell!


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