Kolumne Außenpolitik

Der Nobelpreis für die EU? Völlig verdient und rechtzeitig


Raimund Löw
Falter & Meinung | aus FALTER 42/12 vom 17.10.2012

Als Barack Obama vor drei Jahren den Friedensnobelpreis erhielt, reagierte das Weiße Haus nobel distanziert. Der neue Präsident hatte die Welt vom Albtraum einer durch Selbstüberschätzung unberechenbar gewordenen Supermacht befreit. Bestätigung von außen durch die Damen und Herren des Osloer Komitees war für den neuen Präsidenten weniger wichtig als Durchsetzungskraft nach innen.

Für die Europäer kommt die Preisverleihung dagegen wie gerufen. Seit dem Spätsommer fasst die Union wieder Tritt. Mit dem Segen Angela Merkels hat Zentralbankchef Mario Draghi den unbegrenzten Schutz der Währungshüter über den gesamten Euroraum ausgebreitet. Bei den Wahlen im Trendsetterland Niederlande gab es eine krachende Niederlage für den reaktionären Traum der Rechtspopulisten von einer Rückkehr zum Gulden. Selbst in der CSU, die glaubt, mit antigriechischen Ressentiments zu punkten, regt sich Widerstand gegen die Euro-skeptischen Töne der Parteiführung.

Schlagartig hat das Nobelpreiskomitee

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