Nachgetragen  Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Wie läuft der Protest in Spanien? Cristina Asensi hat ihn organisiert

Politik | Ingrid Brodnig | aus FALTER 42/12 vom 17.10.2012

Zehntausende Menschen gehen in Spanien auf die Straße. Sie demonstrieren gegen den harten Sparkurs der Regierung, die Schulen und Krankenhäuser schließen lässt. Das Land steckt in einem Teufelskreis aus Bankenkrise, Rekordarbeitslosigkeit und Staatsschulden. Die Sparmaßnahmen erhöhen den Druck auf die Bürger: Jeder vierte ist arbeitslos, bei den unter 25-Jährigen ist sogar jeder zweite ohne Job.

Mit den landesweiten Protesten am 15. Mai 2011 begann die Bewegung Movimiento 15-M, auch als Indignados bezeichnet (zu Deutsch: die Empörten). Cristina Asensi von Attac Spanien ist dort eine treibende Kraft. Diese Woche ist die Aktivistin zu Gast in Österreich. Bei Veranstaltungen in Wien und Graz wird sie über neue Formen der Mitbestimmungen, Methoden der Mobilisierung und die spanische Bürgerbewegung sprechen - der es immerhin bislang ein volles Jahr gelang, den Protest aufrechtzuerhalten und sogar auszuweiten.

Asensi tritt am Donnerstag, 18.10., 18 Uhr im Grünen Klub im Parlament auf. In Graz ist sie am Samstag beim Zukunftskongress der steirischen Grünen zu sehen - neben Falter-Autorin Sibylle Hamann. Infos zur Veranstaltung gibt es bei der Grünen Bildungswerkstatt unter www.gbw.at.


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