"Google muss von Zeitungen lernen“

Medien | Gespräch: Ingrid Brodnig | aus FALTER 42/12 vom 17.10.2012

Google und Facebook blenden viel Information für uns aus: Der Netzkritiker Eli Pariser erklärt, wie gefährlich das für unsere Gesellschaft sein kann

Wie praktisch: Google liefert uns jene Suchergebnisse, die unseren Interessen entsprechen. Amazon schlägt Produkte vor, die tatsächlich zu uns passen. Und die Onlinewerbung kennt sowieso schon längst unsere geheimsten Sehnsüchte. Marketingmenschen sprechen vom "Trend zur Personalisierung“. Der Amerikaner Eli Pariser hat dafür einen anderen Begriff geprägt: die Filter-Blase.

In dieser Blase bestimmen Algorithmen und Suchfilter, welche Information wir zu sehen bekommen - und welche nicht. Was nach Nutzerfreundlichkeit klingt, sei eine Gefahr für unsere Gesellschaft, meint Pariser, Autor des vieldiskutierten Buchs "The Filter Bubble“. Er war vergangene Woche beim Futuretalk der Telekom Austria in Wien zu Gast und sprach mit dem Falter über die blinden Flecken der Informationsgesellschaft.

Falter: Herr Pariser, oft glaubt man, im Netz


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