"Assange ist auch nur ein Mensch“

Feuilleton | Interview: Wolfgang Kralicek | aus FALTER 42/12 vom 17.10.2012

Die Regisseurin Angela Richter über ihre nächtelangen Gespräche mit dem Wikileaks-Chef

Für ihre Inszenierung "Assassinate Assange“ hat sich die Regisseurin Angela Richter die Nächte mit einem Mann um die Ohren geschlagen, der zu den meistbewunderten und meistgehassten Persönlichkeiten der Welt gehört. Der australische Webaktivist Julian Assange, der auf seiner Plattform Wikileaks brisante Dokumente und Bilder veröffentlicht, soll 2010 in Schweden zwei Frauen sexuell genötigt haben.

Dem Haftbefehl entzog sich Assange im Juni 2012, indem er in der ecuadorianischen Botschaft von London um politisches Asyl ansuchte. Richter traf sich in den vergangenen Monaten mehrmals mit Assange, die stundenlangen Gespräche bildeten die Grundlage für ihr Stück, das Ende September in Hamburg Premiere hatte und nun in Wien zu sehen ist.

Falter: Das erste Treffen mit Julian Assange haben Sie bei Ebay ersteigert. Wie sind Sie denn auf die Idee gekommen?

Angela Richter: Ich hatte vorher schon auf verschiedenen


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