7 Sachen, die Sie über DIENSTWAFFEN eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 42/12 vom 17.10.2012

Die Wiener Polizei verwendet Glocks, weiß doch jeder!

Genauer gesagt die Glock Kaliber 17, außerdem dürfen die Beamten noch ein Reservemagazin bei sich tragen, einen Pfefferspray und Einsatzeinheiten zusätzlich einen Tonfa-Schlagstock.

Haben sie nicht auch Taser im Einsatz?

Ja, allerdings nur die Wega. Zusätzlich haben sie noch das Präzisionsgewehr SSG 69, die Granatpistole MZP 1 von Heckler & Koch zur Auswahl, Tränengaswurfkörper und Ablenkgranaten mit Blitz- und Knalleffekten.

Dürfen auch Mitarbeiter von Sicherheitsfirmen Dienstwaffen tragen?

Für das hiesige Waffengebrauchsgesetz sind Securitymitarbeiter quasi Privatpersonen, das heißt, sie brauchen einen Waffenpass, dürften die Schusswaffe genau genommen aber trotzdem nicht im Dienst bei sich tragen.

Man sieht aber neuerdings Securitys mit Puffn!

Mag sein. Wenn es eine echte Schusswaffe ist und keine Gaspistole, ist es nach dem Gesetz eigentlich illegal.

Dürfen sie nun schießen oder nicht?

Das ist ein gesetzlicher Graubereich: Staatliche Organe dürfen zum Schutz von Sachwerten keine "tödliche Gewalt“ einsetzen. Bei Sicherheitsmitarbeitern ist "Notwehr“ das Zauberwort.

Bei Notwehr dürfen private Sicherheitsbedienstete also schießen?

Ja, und im Rahmen des Hausrechts. Es bleibt aber immer eine Gratwanderung am Rande der Illegalität.

Was braucht es für einen Waffenpass?

Man muss verlässlich sein, sachgemäßen Umgang pflegen, das 21. Lebensjahr vollendet haben, Bedarf nachweisen können und EWR-Bürger sein.


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