Zum Mitnehmen oder Gleichessen

Stadtleben | Supermarktbesuch: Florian Holzer | aus FALTER 42/12 vom 17.10.2012

Merkur hat in der Innenstadt ein Flaggschiff eröffnet: das Lebensmittelgeschäft auf dem Weg zur atmosphärischen Restaurantkulisse

Wos is’n des fia a Fisch?“, fragt die Pensionistin, die sich mit ihrem Mann den neuen Merkur am Hohen Markt ansieht, beugt sich über meinen Teller, schnuppert ein wenig am "Traisental-Süßwasserfisch mit Kokos-Püree und Wok-Gemüse“. Kim kocht jetzt nämlich auch im Supermarkt.

Im dritten Stock des schwarz gehaltenen Paradebeispiels von Warendruck-Psychologie (ganz viel Ware macht dich ganz schön irre) errichtete man ihr eine Art Terrarium, hinter dessen Scheiben an die 20 Menschen Kim-Küche kochen, hinter der Scheibe eine Theke, an der man sitzen, essen und zusehen kann. Für die Mutigeren gibt es ein paar Kim-Klassiker, für die Sparsamen einen Tagesteller, für die Vorsichtigen gibt’s Schnitzel.

Sehr viel los an diesem Freitag, die Ehemänner sind schon einmal vorgegangen, um Handtücher auf die Sonnenliegen zu legen, während die Frauen noch


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