Graz Wahl 2012

"Das K steht für eine Weltanschauung“

Steiermark | Gespräch: Maria Motter, Donja Noormofidi | aus FALTER 42/12 vom 17.10.2012

KP-Wohnungsstadträtin Elke Kahr über Kommunismus, Gemeindebauten und den Ausstieg aus der EU

Damals, als man scherzte, die zweite kommunistische Hochburg neben Kuba sei Graz - das waren noch Zeiten für die heimischen Kommunisten. Bei den Gemeinderatswahlen 2003 erreichte Ernest Kaltenegger knapp 21 Prozent. Nun ist der "Engel der Mieter“ in Pension, seine Nachfolgerin Elke Kahr schaffte 2008 ohne Kaltenegger-Effekt immerhin noch elf Prozent. Abseits ihrer Kernthemen Wohnen und Soziales verhält sich die Grazer KP aber eher unauffällig, "visionslos“, wie Kritiker ihr vorwerfen. Bei den Wahlen zittert sie, wegen der Verkleinerung des Stadtsenats, um ihren Stadtratssitz.

Falter: KPÖ-Mandatare spenden einen Teil ihres Einkommens und unterstützen damit bedürftige Grazer. Sind das nicht bloß Almosen? Dadurch ändern Sie doch nichts am System.

Elke Kahr: Das ist klar. Aber eben ist eine Frau aus meinem Büro hinausgegangen, die nicht einmal Lebensmittel kaufen kann. Menschen allein auf


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