Film  Neu im Kino

Empathie und "Die Kunst, sich die Schuhe zu binden“

Lexikon | aus FALTER 42/12 vom 17.10.2012

Alex ist ein ziemlicher Blödmann. Als ihn Lisa, die Mutter seiner Tochter, vor die Tür setzt, muss er sich um einen Job bemühen und landet bei einer Einrichtung für geistig behinderte Menschen. "Die Kunst, sich die Schuhe zu binden“ erzählt in Form einer Komödie nach, wie 1996 im schwedischen Hudiksvall aus einem Behindertenzentrum ein Theaterzentrum wurde; Pär Johansson, der Gründer des Glada-Hudik-Theaters, schrieb das Drehbuch. Im Film ist es natürlich an Alex, sich über stupide Routinen und Beschäftigungstherapien hinwegzusetzen: "Sie können viel besser singen als Schuhe binden!“ Umgekehrt lernt er von seinen sechs Schützlingen wahre Empathie und sein Leben wieder in Ordnung zu bringen. Gegen das Ende hin drückt Lena Koppels routinierte Inszenierung schamlos auf die Tränendrüse, und auch eine Fortsetzung ist längst in Arbeit. MO

Ab Fr in den Kinos (OmU im Filmcasino)


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