Permanente Instabilität!

Extra | Lena DraŽIæ | aus FALTER 42/12 vom 17.10.2012

Über Olga Neuwirths Musik auf der Suche nach künstlerischer Freiheit und Selbstbestimmung

Bleich geschminkt und in futuristischer Fantasieuniform sah er aus, als sei er einem Science-Fiction-Film der 1920er entsprungen. Mit einer Stimme, die vom Brustregister plötzlich ins opernhafte Falsett hochschnellte, schmetterte er Popsongs der 1960er ebenso wie barocke Arien in verfremdender Disco-Ästhetik.

Der deutsche Countertenor, der unter dem Künstlernamen Klaus Nomi den New Yorker Underground der 1970er-Jahre aufmischte, fasziniert Olga Neuwirth schon seit ihrem zwölften Lebensjahr. Seit nunmehr anderthalb Jahrzehnten hinterlässt diese Faszination auch im Werk der Komponistin ihre Spuren: Bereits 1998 wurde Neuwirths Bearbeitung von vier Songs des Pop-Barden bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt. 2007/2008 erweiterte sie die ursprüngliche Fassung zu der nunmehr neun Lieder umfassenden "Hommage à Klaus Nomi“, deren doppeldeutiger Untertitel "A Songplay in Nine Fits“ auf Lewis


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