Musiktheater  Kritik

Rossini war von Anfang an ein Genie

Lexikon | aus FALTER 43/12 vom 24.10.2012

Neue Oper scheint in Wien 200 Jahre alt zu sein. Die Kammeroper gehört jetzt zum Theater an der Wien und hat einen Neubeginn gemacht. Um Geld will Tobia Mill seine Tochter an einen reichen Kanadier verschachern. Die liebt aber einen Buchhalter. Das war das Libretto für eine "Farsa giocosa“ des erst 18-jährigen Gioachino Rossini in Venedig, von diesem benutzt als Steinbruch für spätere Opern. Die Arien und Ensembles seines "Barbiere“ sind vorauszuahnen. Jacopo Spirei hat den Einakter "La cambiale di matrimonio“ unterhaltsam in Szene gesetzt. Die Sängerriege ist gut, besonders Ben Connor als Brautwerber, der mit amerikanischer Vernunft den mittellosen Geliebten von Fanny (Anna Maria Sarra) als Universalerben einsetzt. Papa (Igor Bakan) muss einwilligen. HR

Kammeroper Sa, Mo, Mi 19.30 (bis 9.11.)


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