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Dadaistischer Fauve, abstrakter Realist

Lexikon | aus FALTER 43/12 vom 24.10.2012

Francis Picabia (1879-1953) gilt als ungezogenes Kind der klassischen Moderne. Seine Respektlosigkeit gegenüber ästhetischen Dogmen sicherten ihm den Rang eines Außenseiters. Er sprang zwischen Stilen und Genres hin und her und schreckte auch nicht vor bewusst kitschigen Malweisen zurück. Am Anfang seiner Laufbahn orientierte er sich an der Malerei der Fauves, erfand etwas später mit kubistischen Verfahren die abstrakte Malerei mit. Mit Gründung der Zeitschrift 391 wurde er zu einem zentralen Wegbereiter des Dadaismus in Europa. "Francis Picabia - Retrospektive“ versucht herauszuarbeiten, inwiefern der französische Künstler ein Vorläufer postmoderner Ironie ist, auf den sich zahlreiche Künstler der Gegenwart beziehen. Auf nach Krems! MD

Kunsthalle Krems, bis 4.11.


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