Nachrichten aus dem Inneren

Falter & Meinung | aus FALTER 43/12 vom 24.10.2012

Die Redaktion erklärt sich selbst

Der Falter-Redakteur mag ja an sich kuschelig warme Redaktionsstuben und verlässt diese kleinen, wohltemperierten Nester nicht gerne - und schon gar nicht am Montag. Weil da ist Redaktionsschluss und sonst gar nichts.

Diesen Montag war trotzdem Falter-Wandertag. Da wurden die festen Schuhe geschnürt und die Mützen aufgesetzt und schon ging es los. Nach 750 Metern war der Gipfel erreicht - das Haus in der Wipplingerstraße, wo Arbeitgeber und -nehmer den neuen Journalisten-Kollektivvertrag ausverhandeln. Diesen hat der Verband österreichischer Zeitschriften aufgekündigt, was den Falter und andere Journalisten auf die Straße brachte. Und das, obwohl "der intellektuelle Berufsstand der Journalisten sich mit Solidarisierung ja eher schwertut“, wie uns ein Sprecher auf der Bühne erklärte.

Sagen wir so: Vielleicht pflegt der Journalist von heute andere Formen der Solidarisierung. Von der Demo twitterte fast der gesamte Falter, außer Joseph Gepp, der liest immer noch lieber Bücher. Und wenn wir zu uns Demonstranten auch noch unsere Twitteranten-Freunde dazuzählen, waren wir nicht ein paar Hundert, sondern Tausende. Na VÖZ, mach uns das mal nach! Aber bei aller Solidarität, ein bisschen Konkurrenz muss bleiben: Nina Horaczek legt nämlich Wert auf die Feststellung, dass ihr Tweet vom Falter-Demoblock um genau zwei Minuten schneller in der virtuellen Arena landete als der von Ingrid Brodnig. Dafür hatte Brodnig das coolere Demofoto von sich im Netz - getwittert übrigens von Christopher Wurmdobler.

Die Redaktion


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige