Das nahende Ende der orangen Zukunft

Politik | Analyse: Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 43/12 vom 24.10.2012

Seit drei Jahren zerbröselt das Bündnis Zukunft Österreich. Was hat die orange Truppe falsch gemacht?

Der Raum, in dem sich die Spitze des BZÖ am Samstag zum Auftakt des Grazer Wahlkampfes versammelte, heißt "Deep Purple“, er ist nur neun Schritte breit, und wenn Bündnisobmann Josef Bucher laut und emotional "Es braucht eine unabhängige Bewegung, und sei sie noch so klein“ in den Raum wirft, dann hallt das Echo von den nackten Wänden wider. "Wenn ihr diesen Raum betretet, werdet ihr glauben, das ist keine Wahlveranstaltung“, sagte der Grazer BZÖ-Chef Gerald Grosz zuvor zu seinen 75 Gästen. "Genau so wollte ich es.“

Während die Grazer ÖVP ihren Wahlauftakt in der Messehalle vor 1000 Besuchern feierte, mutet das Setting des BZÖ-Treffens an wie die Jahreshauptversammlung eines Dorfliga-Fußballvereins. Er wolle bewusst auf Inszenierung und Buffet verzichten, sagt Grosz, "denn es gibt nichts zu feiern“. Er meint die Finanzen der Stadt. Es klingt, als meinte er das BZÖ.


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