Im Namen aller Männer der westlichen Hemisphäre

Politik | Rezension: Sibylle Hamann | aus FALTER 43/12 vom 24.10.2012

Wettermoderator Jörg Kachelmann rechnet ab. Mit seinen Exfreundinnen, der Justiz, Deutschland, den Medien, dem Feminismus

Es muss ein Albtraum sein: vergewaltigt zu werden, die Tat anzuzeigen und dann zu erleben, wie einem vor Gericht nicht geglaubt wird.

Es muss ein Albtraum sein: als Vergewaltiger angezeigt zu werden, ohne etwas getan zu haben und dann zu erleben, wie einem vor Gericht nicht geglaubt wird.

Beides kommt vor - wie oft das eine, wie oft das andere, kann niemand seriös abschätzen. Beides ist schrecklich. Doch beides wird immer wieder vorkommen. Weil es bei einer Vergewaltigung außer Täter und Opfer meistens keine weiteren Zeugen und selten eindeutige Beweise gibt. Weil es sich meistens um Beziehungsdelikte handelt. Weil meistens Aussage gegen Aussage steht - einer lügt, einer sagt die Wahrheit. Oder beide sagen verschiedene Teile verschieden empfundener Wahrheiten.

Jörg Kachelmann, Wettermoderator der ARD, wurde, wie alle Welt inzwischen weiß, im März 2010 von seiner


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige