Nachgesehen  Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Ein Eurofighter aus Holz: die Wahrheit über den Vogel am Heldenplatz

Politik | Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 43/12 vom 24.10.2012

Erst landen die Black Hawks, danach wird der falsche Kampfflieger zusammengebastelt. Am Nationalfeiertag soll der Heldenplatz als nationales Waffenarsenal erstrahlen, da darf der Eurofighter nicht fehlen. Auch wenn er gar nicht fliegen kann.

Weil der Landevorgang zu schwierig und zu teuer wäre, holt sich die Armee Hilfe beim Eurofighter-Hersteller EADS; der tourt mit seinem Fliegermodell durch ganz Europa. Gerade eben prangte darauf ein deutsches Emblem. Bald wird es ein rot-weiß-rotes sein. "Wenn Sie ihn anschauen, dann glauben Sie, Sie stehen vor einem echten Eurofighter“, sagt Friedrich Toma vom Militärkommando Wien. Nur wer klopft, hört den Unterschied: Es klingt nach Holz, nicht nach Metall.

Den Besuchern sei die Fälschung egal. "Die wollen trotzdem sehen, wie er ausschaut“, sagt Toma. Um einen Blick in das Cockpit zu werfen, stellen sie sich oft eineinhalb Stunden an. Probesitzen geht nicht. Würde zu lange dauern.


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