Zeit am Schirm

Medien | Matthias Dusini | aus FALTER 43/12 vom 24.10.2012

TV-Kolumne

Am Freitag Abend läuft auf ORF1 "Die große Chance“, zugleich strahlt Sat1 die Sendung Sat1 "The Voice of Germany“ aus. Es ist nicht ganz fair, die beiden Sendungen zu vergleichen, weil die "Große Chance“ kein reiner Musikwettbewerb ist. Hier dürfen auch erbärmliche Kabarettisten und glücklose Skateboarder auf die Bühne. Aber die musikalischen Beiträge machen die Sache kaum besser. So bekam eine Schülerband namens "Empty Flags“ Applaus für eine dumpfe Popnummer.

Bei "Voice of Germany“ treten echte Talente auf. Zuletzt war ein deutsch-amerikanischer Afghanistan-Veteran zu sehen, der so viel Schmelz in der Stimme hatte, dass sogar Taliban vor Rührung hingeschmolzen wären. Und auch die Jurorin Nena, der Peter Rapp des deutschen Pop, macht ihre Sache besser als die Wiener Kollegen. Bei aller Qualität und Professionalität sind mir die Österreicher lieber. Denn hier weiß selbst der größte Loser: Zu gewinnen gibt’s in solchen Shows nichts.


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