Herrn Wailands Gespür fürs Geld

Medien | Porträt: Ingrid Brodnig | aus FALTER 43/12 vom 24.10.2012

Georg Wailand ist der neue Chefredakteur und das freundliche Gesicht der Kronen Zeitung. Seine Geschäfte sind trotzdem undurchsichtig

Das Büro ist winzig, die Möbel sind grau, der Schreibtisch bis auf den letzten Zentimeter vollgeräumt. Da liegt der Budgetentwurf der Regierung, ein Kalender mit Familienfotos. Nie im Leben würde man vermuten, dass hier einer der wichtigsten Journalisten des Landes sitzt: Georg Wailand, 66, Wirtschaftsressortleiter der Krone und seit kurzem auch geschäftsführender Chefredakteur. Wailand gefällt die schlichte Ausstattung. "Ich hatte immer nur ein kleines Arbeitszimmer“, sagt er, "denn was ist Journalismus? Nicht mehr als Kontakte pflegen, mit Menschen reden, schreiben.“

Bescheiden, bodenständig, angenehm im Umgang. So beschreiben ihn Wegbegleiter. Der ältere Herren mit freundlichem Opalächeln und sanfter Stimme ist einer der wichtigsten Wirtschaftsakteure im Land. Wailand arbeitet nicht nur seit mehr als 40 Jahren in der Kronen Zeitung, sondern


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