Dickste Staubschicht der Stadt

Feuilleton | Reportage: Hannah Schifko | aus FALTER 43/12 vom 24.10.2012

Bier für den Moderator, Zigaretten für die Jury und Dornen für die Gewinner: ein Besuch bei der Anti-Nestroy-Gala in der Garage X

Jeder Preis braucht seine Gala. So auch jener von Julius Deutschbauer. Der Künstler kürte im Underground-Ambiente der Garage X am Petersplatz das "unpolitischste Theaterprojekt Wiens“, eine ironische Gegenveranstaltung zum Nestroypreis. Anstatt eines roten Teppichs gab es braune Fußabstreifer, statt Schaumwein Bier aus Plastikbechern, und ab und zu streifte ein Mann mit Schweinemaske über die Bühne.

Alles nur Blödelei oder doch kritische Botschaft? "Es gibt ja kein unpolitisches Handeln“, erklärt Harald Posch, Leiter der Garage X, in einer Laudatio. "Wer nichts tut, stimmt dem politischen Status quo zu und ist damit wieder politisch.“

Die Show bestand aus vielen Absurditäten und Witzen ohne Witz. Dem Initiator stand dennoch eine fünfköpfige Jury zur Seite. Eva Blimlinger, Julya Rabinowich (krankheitshalber ersetzt durch die Autorin Barbi Markovic),


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