Das Gestern stirbt nie

Feuilleton | Analyse: Michael Pekler | aus FALTER 43/12 vom 24.10.2012

50 Jahre James Bond: Tradition ist das letzte Alleinstellungsmerkmal der populären Agentenfilmserie

Der Kinojahrgang 1962 war ein guter. Jedenfalls lässt sich das heute leicht behaupten, wenn man sich die Liste jener Filme vor Augen führt, die vor genau 50 Jahren Premiere feierten.

Da steht John Fords elegischer Spätwestern "The Man Who Shot Liberty Valance“ neben Stanley Kubricks versponnener Nabokov-Verfilmung "Lolita“, David Leans famoses Wüstenepos "Lawrence of Arabia“ neben François Truffauts verspieltem Todesdrama "Jules et Jim“. Und neben allerlei verstörender Kalter-Kriegs-Paranoia wie John Frankenheimers "The Manchurian Candidate“ griff zum ersten Mal auch ein britischer Geheimagent ins Kinoweltgeschehen ein.

"Es ist nur eine Frage der Zeit, wann sich auch bei uns in der Bundesrepublik der rechte nationale Eifer für James Bond entfaltet“, schrieb Dietrich Kuhlbrodt als Kritiker der heute legendären Filmkritik über den zweiten Bond-Film im Mai 1964. Der erste,


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