Das neue Buch: Betthupferl aus dem Erinnerungsschatz eines Reisenden

Feuilleton | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 43/12 vom 24.10.2012

:: Dass es immer der Roman sein muss, stellt eine unnötige Beschneidung der Möglichkeiten erzählender Literatur dar, da hat Christoph Ransmayr schon recht. Lange unschlüssig, was er aus seinen vielen Romanideen machen sollte, von denen er bei seinem Schreibtempo nur die wenigsten realisieren würde können, hat er einen "Atlas“ geschrieben, ein kartografisches Erzählwerk mit 70 Geschichten, die er auf Reisen in den letzten gut 30 Jahren erlebt und beobachtet hat.

Rundherum - auf dem Umschlag - befindet sich Meer, die Texte sind das Land, auf das man sich retten kann. Damit ist schon sehr viel darüber gesagt, für wie wichtig Ransmayr das Erzählen und Weitergeben von Geschichten erachtet.

Zunächst ist man bei der Lektüre geblendet, einmal von der bekannt überbordenden, aber nicht überfrachteten Sprache des Autors, die den Leser reinzieht in die Schauplätze der Geschichten, sowie von ebendiesen, den von Kapitel zu Kapitel ständig wechselnden Orten.

Es beginnt weit draußen im


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige