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Feuilleton | aus FALTER 43/12 vom 24.10.2012

Kurz besprochen: Theater

Burgtheater

Achim Benning: In den Spiegel greifen. Texte zum Theater. Hg. v. Peter Roessler. Edition Steinbauer, 365 S., € 22,50

Achim Benning war von 1976 bis 1986 Direktor des Burgtheaters. Sein Nachfolger war Claus Peymann, und das war Bennings Pech. Der laute Peymann verkaufte sich so blendend als Reformator des Burgtheaters, dass der leise Benning im Rückblick unterging. Dabei hatte sich auch er beachtliche Verdienste erworben. Er stärkte die Dramaturgie und holte zahlreiche neue Autoren und Regisseure ans Haus. Dass einige davon aus der DDR kamen, sorgte dafür, dass der heute 77-jährige Benning - wie später Peymann - zum roten Tuch für konservative Politiker (Friedrich Peter, Erhard Busek) und Zeitungen (Krone, Presse) wurde. Seine Dankesrede zur Verleihung der Kainz-Medaille 1980 nutzte Benning zu einem genussvollen Journalistenbashing. Die Rede ist einer von 55 "Anlasstexten“, die im vorliegenden Band versammelt sind - Aufsätze, Laudationes, Programmhefttexte,


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