Zocken mit Papas Geld

Stadtleben | Warnung: Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 43/12 vom 24.10.2012

Wenn Kinder dem Glücksspiel frönen wollen, brauchen sie nicht viel zu tun

Irgendwann vergaß Andreas F. 15-jähriger Sohn, ein E-Mail zu schließen, das er auf dem Computer seines Vaters geöffnet hatte. Dort stand ein Zugangscode und eine vermeintlich gute Nachricht: Der Jugendliche hätte sich erfolgreich bei einer Onlinewettfirma angemeldet. Er könne jetzt spielen. Die Nachricht machte den Familienvater stutzig; schließlich ist Glücksspiel für Minderjährige verboten. Er begann, seine Kontoauszüge zu durchforsten. Auf seinem Konto fehlte plötzlich Geld.

Mit wenigen Klicks zum Verlust

Jugendliche brauchen nicht viel zu tun, um das Glücksspielverbot zu umschiffen. Besitzen sie - wie der Sohn von Andreas F. - ein Handy, das auf den Namen eines Erwachsenen angemeldet ist, können sie das Zahlungsservice Paybox nützen. Mit Paybox lassen sich Rechnungen via Mobiltelefon begleichen.

Der Weg ist damit frei fürs Onlinecasino, bei dem man bloß noch ein falsches Geburtsdatum angeben und


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