Silberlinge und Mauerkatzen

Stadtleben | Gartenbericht: Julia Kospach | aus FALTER 43/12 vom 24.10.2012

Im Herbst übernehmen das spektakuläre Samenstände und Blattfärbungen

Ungeschulte Terrassen- und Balkongartenlehrlinge greifen gern zum Efeu, um ihre Wände schnell und umfassend überwuchern zu lassen. Nichts gegen Efeu, wenn man einmal davon absieht, dass er giftig und von äußerst dusterem Erscheinungsbild ist. Das soll hier kein brutales Efeu-Bashing werden, aber: Wenn man es nicht dezidiert auf Grottenbahn- oder Friedhofsstimmung abgesehen hat, sind die meisten städtischen Mini-Gartenflächen für Efeu einfach zu klein. Ja, gut, er ist immergrün. Aber immergrün allein genügt nicht.

Wie anders verhält sich dagegen die Dreispitzige Jungfernrebe (Parthenocissus tricuspidata) in ihrer Funktion als selbsthaftende Kletterpflanze: Das beginnt schon bei ihren äußerst schwungvollen Beinamen, unter denen sie die meisten sofort erkennen werden: Wilder Wein, Veitschi oder Mauerkatze heißt sie gemeinhin, bedeckt mit ihren Ranken um nichts weniger rasant als der Efeu ganze Mauerflächen,


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