Wien, wo es isst  Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Friesenplatz: Hier irrt "Wien, wie es isst“

Stadtleben | Lokalaugenschein: Florian Holzer | aus FALTER 43/12 vom 24.10.2012

Wir sind gerade mit dem "Wien, wie es isst“ fertig. Das ist der beste Lokalführer Wiens, nur so nebenbei. Und er hat trotzdem seine blinden Flecken, die mich naturgemäß besonders anziehen. Den Friesenplatz, zum Beispiel, einen Platz im südwestlichen Eck des verbauten Favoriten, dezentral wie nur, beherrscht von einer 1917 gegründeten Kleingartensiedlung mit 36 Parzellen, leider ohne Schutzhaus.

Favoritner Hirn und Leber

Aber in einem 1925 erbauten Gemeindebau befindet sich seit einem Jahr die Mursteinerei, ein aufrechtes Gasthaus mit hübschem Schanigarten und einem extravagant im Schottenstil gestalteten Extrastüberl. Außerdem sind die Weine von Hofbauer-Schmidt, und der ist gut, und auf der Karte steht Backfleisch, gebackener Kalbskopf, Hirn, Nierndl und Leber; er koche das immer schon, sagt der Wirt, der aktuelle Innereientrend sei ihm egal. Großartig, Friesenplatz olé!

Gleich ums Eck die Konditorei Pichlbauer, Nichtraucher-Konditorei schon vor dem schwächsten Gesetz der Welt,


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