Nachrichten aus dem Inneren

Die Redaktion erklärt sich selbst

Falter & Meinung | Klaus Nüchtern | aus FALTER 44/12 vom 31.10.2012

Ich weiß schon, worüber du im nächsten "Liebe Leser“ schreiben wirst, meinte Christopher Wurmdobler bereits in der Donnerstagssitzung. "Liebe Leser“ hieß vor dem 17.9.2008 jene Rubrik, die seitdem mit "Nachrichten aus dem Inneren“ überschrieben ist, nämlich jene, die Sie gerade lesen. Kein Schwein kann sich so einen umständlichen Titel merken, und niemand in der Redaktion sagt "Nachrichten aus dem Inneren“, genauso wenig, wie irgendwer "Woche“ sagt, obwohl das gewiss nicht komp- lizierter ist als "Programm“. Aber was ein Programm ist, ahnt man irgendwie, wohingegen es durchaus nicht zwingend ist, dass einer Wochenzeitung eine "Woche“ beiliegt. In Wirklichkeit hieß auch "Liebe Leser“ nie "Liebe Leser“, sondern "Liebe Leserinnen und Leser“ (oder andersrum oder so ähnlich), aber auch das ist schon relativ schwer zu behalten, und ausgesprochen hat das überhaupt noch kein Mensch, egal welchen Geschlechts.

Das Thema, um das die einst "Liebe Leser“ genannte und nun bereits seit vier Jahren in "Nachrichten aus dem Inneren“ umbenannte Rubrik sich, wie Christopher Wurmdobler bereits in der letzten Donnerstagssitzung antizipieren zu können meinte, drehen werde, laute "Motten“ (sagte Wurmdobler). Ich bin sehr froh, dass Wurmdobler dies bereits in der Donnerstagssitzung angemerkt hat, andernfalls ich jetzt, in der klirrend kalten Nacht eines deprimierend arbeitsreichen Montags, keine Ahnung hätte, was ich zum Thema machen sollte. "Motten“ sind ein tolle Wahl - fürs nächste Mal.


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