Wird Barack Obama Cindy rumkriegen?

Falter & Meinung | Kommentar: Sibylle Hamann | aus FALTER 44/12 vom 31.10.2012

Abstiegsgefährdete weiße Frauen werden entscheiden, ob der erste schwarze US-Präsident im Amt bleibt

Nennen wir sie Cindy. Cindy ist die am heftigsten umworbene Frau der Welt. Millionen US-Dollar werden täglich investiert, um sie bei Laune zu halten, einige der klügsten Menschen der Vereinigten Staaten zerbrechen sich den Kopf darüber, wie man sie am besten beeindrucken kann.

Cindy ist unberechenbar. Aber Cindy ist wichtig. Ohne sie kann weder Barack Obama noch Mitt Romney Präsident der USA werden. Cindy repräsentiert neun Prozent der Wählerschaft, die sogenannten Waitress Moms, die wichtigste, weil von beiden Kandidaten erreichbare Wechselwählergruppe: Sie ist weiß, entstammt der Arbeiterklasse, ist nicht aufs College gegangen, ist verheiratet, hat Kinder und ist berufstätig. Nicht immer ist sie Kellnerin, aber fast immer im Dienstleistungssektor beschäftigt, manchmal in mehr als einem Job, schlecht bezahlt, sie arbeitet lange, hat wenig Urlaub, ist jederzeit kündbar. Ihr Haushalt


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