Kolumne

Die Auswirkungen der US-Wahl auf den Arabischen Frühling

Außenpolitik

Falter & Meinung | Franz Kössler | aus FALTER 44/12 vom 31.10.2012

Es gibt eine Reihe von außenpolitischen Erfolgen in Obamas Präsidentschaft. Bin Laden, Amerikas Staatsfeind Nummer eins, ist getötet worden. Der teure Krieg im Irak ist beendet, der Abzug der US-Truppen aus Afghanistan eingeleitet worden. Drei Ereignisse aus der Hinterlassenschaft seines Vorgängers Bush.

Barack Obamas Rolle im Arabischen Frühling wird außenpolitisch als seine persönliche Leistung in die Geschichte eingehen. An ihr zeigt sich die Bandbreite von Obamas internationaler Strategie zwischen Menschenrechten und US-Interesse am billigen Öl. Die zunehmend unkontrollierbar gewordene Konfrontation zwischen der islamischen Welt und den USA zu entschärfen, war das erklärte Ziel des neuen Präsidenten. Kurz nach seiner Amtsübernahme hielt er seine berühmte Kairoer Rede, in der er der islamischen Welt eine Entspannung mit den USA anbot, einen Dialog mit gegenseitigem Vertrauen und Respekt.

Das war eine radikale Abweichung von der neokonservativen Strategie des Demokratieexports


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