Zu gut für die Macht

Politik | Bilanz: Eyal Press, New York | aus FALTER 44/12 vom 31.10.2012

Barack Obama hat die Hoffnungen vieler seiner Anhänger enttäuscht. Dennoch ist er das Beste, was Amerika im Moment bekommen kann

Vor vier Jahren fiel es selbst den zynischsten Beobachtern schwer, die Wahl Barack Obamas zum US-Präsidenten nicht als historisches Ereignis zu sehen. Als Schwarzer mit suahelischem Vornamen begeisterte Obama nicht nur die Amerikaner. Seine Botschaft von Hoffnung und Veränderung faszinierte die ganze Welt. Diese große Unterstützung führte dazu, dass Obamas eigentlich unwahrscheinlicher Sieg für fast niemanden so überraschend wirkte, wie er es in der Tat war.

Am Ende hat sich wenig geändert

Nach acht Jahren Präsidentschaft von George W. Bush, geprägt von Präventivkriegen und rücksichtslosen politischen Alleingängen, versprach Obama die Wiederherstellung des Rechtsstaates und die Schließung des umstrittenen Strafgefangenenlagers Guantánamo. Er schwor, sich von Bushs "gescheiterter ökonomischer Philosophie“ abzukehren und den USA in der Wirtschaftskrise


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