Der Fall Hypo und die verschwundenen Milliarden

Politik | aus FALTER 44/12 vom 31.10.2012

 "Kärnten wird ein reiches Land sein“, sagte der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider im Mai 2007, kurz bevor die Bayerische Landesbank (BayernLB) für 1,7 Milliarden Euro eine Mehrheit der damaligen Kärntner Landesbank Hypo übernahm.

Was der Beginn von Kärntens Prosperität und Reichtum werden sollte, entwickelte sich zu einem der größten Skandale der Zweiten Republik.(Die jüngst gefällten Schuldsprüche in der Causa Birnbacher waren nur ein Höhepunkt von vielen in dieser Affäre.)

Vor dem Hintergrund der ab 2007 einsetzenden Weltwirtschaftskrise wurde Stück für Stück öffentlich, dass bei der Hypo ein Ausfall von Milliardenkrediten drohte und dass sich die Bank mit ihrem Expansionskurs in Südosteuropa heillos überhoben hatte, dass die Kärntner Politiker bei der Kontrolle ihrer Landesbank völlig versagt und dass die Bayern ein marodes Geldinstitut gekauft hatten.

Der Verkauf der Hypo an die Bayern lief unter anderem über ein Konsortium rund um Tilo Berlin, einem ominösen


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