Mehr Leistung, schneller Österreicher?

Politik | aus FALTER 44/12 vom 31.10.2012

Wer sich in Vereinen engagiert und zügig Deutsch lernt, soll früher die Staatsbürgerschaft bekommen. Ist das gut?

PRO

Ja: Florian Klenk

Zehn Jahre lang muss ein "Fremder“ hier legal leben und arbeiten, um einen österreichischen Reisepass zu erhalten. Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz hat nun eine kluge Idee vorgebracht: Nicht nur Spitzenpersonal aus Sport und Kultur, sondern jeder, der sich in Vereinen ehrenamtlich engagiert, soll aufgrund seiner "Leistung“ schneller zur Staatsbürgerschaft kommen. Wenn also der afghanische Flüchtling im Rettungswagen als Sani mitfährt, kann er schon nach sechs Jahren mit dem österreichischen Pass rechnen.

Fremde und Leistung? Da stellt es vielen Linken reflexartig die Haare auf. Die Staatsbürgerschaft sei schließlich kein Privileg, sondern ein Recht, das auch jene erhalten sollten, die sich nicht einer neoliberalen Hochleistungsgesellschaft unterordnen wollen. Und überhaupt: die systematische Diskriminierung, die schlechten Schulen!

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