Nachgetragen

Politik | aus FALTER 44/12 vom 31.10.2012

Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Teurer Bezirk, teures Grab. In Wien macht der Tod nicht alle gleich

Benedikt Narodoslawsky

Hartnäckig hält sich das Gerücht, im Tod seien alle Menschen gleich. Zumindest in Wien ist das anders. In der Stadt, in der pompöse Bestattungen zum Kulturgut gehören (Stichwort: "schöne Leich“), gibt es auch für den Platz der ewigen Ruhe eine Preisliste.

Das städtische Unternehmen Friedhöfe Wien GmbH verwaltet insgesamt 46 Gottesacker. Wie viel die letzte Bleibe kostet, hängt von den drei Faktoren Friedhofsplatz, Grabart und Gestaltung ab. So kostet ein Erdsarggrab laut dem aktuellen Leistungsverzeichnis zehn bis 73 Euro. Sarggräber mit Deckplatte sind von 114,40 bis 160,60 Euro zu haben.

Nobel ruht es sich ewig in Grinzing und Döbling. Wer nach Schnäppchen für das Leben danach sucht, wird eher am Wiener Zentralfriedhof fündig. "Am Grinzinger Friedhof gibt es einfach weniger Platz“, sagt Unternehmenssprecher Florian Keusch.


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