Neue Bücher

Feuilleton | aus FALTER 44/12 vom 31.10.2012

Kurz besprochen: neue Literatur aus Österreich

Kleinstadtroman

Wolfgang Pollanz: Felden oder Keiner weiß, was wirklich los ist. Edition Keiper, 208 S., € 23,90

Man darf sich unter dem fiktiven Örtchen Felden ein Nest im Süden Österreichs vorstellen, wenn auch nicht gerade das kärntnerische Velden. "Zeichnet man eine topografische Skizze der Stadt“, heißt es, "wird man mit ein wenig Fantasie das Abbild eines riesigen Hinterns erkennen können.“ In Felden herrscht der alltägliche Kleinstadtwahnsinn, die Figuren sind akkurat verhaltensoriginell; etwa der ortsbekannte Hypochonder Niewein oder der Lebenskünstler Mally, dessen zwanghaftes Hobby darin besteht, von den Beinen einer Dame auf deren Gesamterscheinung zu schließen. Schließlich bringt dann auch noch ein Flitzer Unruhe in das Gemeinschafts- und Romangefüge.

Dass Teile des Personals bald vermuten, dass sie Romanfiguren sind, passt gut zu dem Umstand, dass eine CD mit Songs von Feldener Bands dem Buch beigelegt ist. Darüber


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