Nüchtern betrachtet 

Die Nüchternbrüder machen ein Fass auf

Feuilleton | aus FALTER 44/12 vom 31.10.2012

Feuilletonchef Klaus Nüchtern berichtet aus seinem Leben. Die Kolumnen als Buch: www.falter.at

Aus Gründen, die durchaus verdienen, als unglücklich bezeichnet zu werden, sind dann nicht sieben blutsverwandte bzw. verheiratete und -schwägerte Personen, sondern nur mein Bruder und ich in Krakau gelandet. Genaugenommen bin nur ich gelandet, und er ist angekommen, denn ich habe auf dem Luftweg bestanden, und er hat mir den Flug bezahlt - wie das halt im Idealfall so läuft zwischen Brüdern; zu zweit in Krakau und im Ehebett. Auch das war so nicht geplant gewesen, und ich hatte in der Rezeption um eine Zweitdecke gebeten, weil es mir gruppendynamisch als sinnvoll erschien.

Den Zielort hatte ich ausgesucht, für die Feinabstimmung hatte er gesorgt und hierfür auch aufwändige (familien)historische Recherchen betrieben, die uns u.a. auf einen Soldatenfriedhof in Siemianowice führen sollten. Wir haben uns das irgendwann einmal so aufgeteilt, quasi als die rechte und die linke Faust des deutschen


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige