Nächster Halt Tullnerfeld: wie ein neuer Großbahnhof einen Acker beleben soll

Stadtleben | Maik Novotny | aus FALTER 44/12 vom 31.10.2012

 "Route nach unbekannte Straße“, schlägt Google Maps mit zweifelnd gehobener "Meinten Sie …?“-Augenbraue vor, wenn man als Ziel den Bahnhof Tullnerfeld eingibt. Dabei liegt dieser, wie der Name schon sagt, unübersehbar mitten im Tullnerfeld, zwischen Michelhausen, Pixendorf und Langenrohr, direkt neben einem brandneuen Kreisverkehr an der idyllisch bezeichneten Lieferbetonstraße.

Als schnurgerader Damm zieht sich die Bahn-Neubaustrecke Wien-St. Pölten durch die Felder südlich von Tulln. Mittendrin erspäht man ein flaches Dach, das knapp über die fugenlosen Lärmschutzwände ragt: der Bahnhof. "ÖBB INFRA“ prangt groß und stolz auf der Sichtbetonfassade, der eigentliche Name "Tullnerfeld“ versteckt sich auf einem unscheinbaren Taferl davor.

Wie ein vom Atem Antoni Gaudís oder Zaha Hadids ganz leicht durchhauchtes, breit geschwungenes Höhlengewölbe durchstößt die vom Wiener Architekten Günter Lautner entworfene Bahnhofshalle mit ihren Zugängen zu den vier Gleisen


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