Gewöhnungs-bedürftig

Stadtleben | Reportage: Regine Bogensberger | aus FALTER 44/12 vom 31.10.2012

Die Eingewöhnung in eine Kinderkrippe bedeutet unter derzeitigen Bedingungen oft Stress. Für alle Beteiligten

Zwei geschlossene Türen standen nun zwischen ihr und ihrem Kind. Zum ersten Mal. Zuvor hatte sich die Mutter von ihrem zweijährigen Sohn verabschiedet, ihn an die Pädagogin übergeben und das weinende Kind schweren Herzens zurückgelassen. Nun wartete sie nervös im Foyer des Kindergartens und lauschte, ob das Weinen verstummte. Doch an diesem ersten Tag allein in der Krippe konnte ihr Bub nicht davon überzeugt werden, dass es hier auch ohne Mama schön sein könnte. Er weinte anhaltend, die Betreuerin rief seine Mutter. Am nächsten Tag wollten sie es erneut versuchen.

Und da klappte die Trennung schon besser, erzählt Ulrike Botzenhart. Mittlerweile, wenige Wochen nach dem Beginn der sogenannten Eingewöhnung, geht ihr Sohn gerne in die Krippe des Mariahilfer Kindergartens Stiegengasse. Nur beim Abschied fließen noch kurz die Tränen. Ihrem älteren Sohn sei diese erste große


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