Musiktheater  Kritik

Käthchen küsst mit Retro-Carme

Lexikon | aus FALTER 44/12 vom 31.10.2012

Das Musical "Kiss me, Kate“ wurde 1956 in einer Haupt- und Staatsaktion von Marcel Prawy und Ernst Marboe "eingewienert“, immerhin kommt darin ja auch der Walzer "Wunderbar“ vor. Jetzt fühlte man sich bei der entstaubten Neuproduktion anfangs ein wenig zum Gähnen in die 1950er-Jahre zurückversetzt. Dann steigert sich die Sache, spätestens, wenn die Gangster, die Kate mit vorgehaltener Pistole zum Weiterspielen der Widerspenstigen zwingen, "Schlag nach bei Shakespeare“ singen, ist man begeistert. Gute Figur machen die Hauptdarsteller, dazwischen gibt es lustige Choreografie, wenn das Staatsballett sich von einer Marmorgipsgruppe zu Tanzenden wandelt. Viele Hits schrieb Cole Porter für dieses Stück. "Es ist viel zu heiß“ ist einer daraus. HR

Volksoper, 19.00 (wieder ab 9.11. bis 22.12.)


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