Vernissagen

Selbstporträt mit abgehacktem Arm

Lexikon | aus FALTER 44/12 vom 31.10.2012

Der Titel "Edelweiß“, den der australische Künstler Mike Parr für seine Ausstellung wählte, sollte nicht als Heimatkitsch interpretiert werden. Die phonetische Ähnlichkeit ließ den Künstler vielmehr an das englische ideal vice, das "ideelle Laster“ denken. Parrs Performances sind nichts für schwache Mägen. 1977 machte er die Aktion "Armchop“, wo er das Abhacken seines Arms simulierte. Die Performance "UnAustralian“ fand 2003 als Antwort auf die Situation von Flüchtlingen in Australien statt, die sich aus Protest den Mund zunähten. Der Künstler reinszenierte diesen Protest und ließ sich auch den Mund zunähen. Die Ausstellung in Wien präsentiert den Extremperformer erstmals in Österreich mit einer Retrospektive. Zu sehen ist eine Auswahl seiner wichtigsten Performances, außerdem Zeichnungen, Druckgrafiken und Skripten. MD

Kunsthalle Wien MQ, Di 19.00; bis 24.2. 2013


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