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Von wegen weiß: die bunte Antike

Lexikon | aus FALTER 45/12 vom 07.11.2012

Antike Götterstatue

Helden und Göttinnen in Weiß prägen das Bild von der klassischen Antike. Dabei handelt es sich um einen folgenreichen Irrtum, denn die Marmorfiguren waren ursprünglich bunt bemalt. So waren sie in alten Schriften überliefert, und auch die wissenschaftlichen Ausgrabungen in Italien und Griechenland bestätigten den überraschenden Befund. Die Ausstellung "Bunte Götter“ will die ursprüngliche Farbigkeit der antiken Skulptur wieder stärker ins Bewusstsein rücken. Die Wanderausstellung wurde im Jahr 2003 erstmals in der Münchener Glyptothek gezeigt. Sie beruht auf jahrzehntelangen Forschungen, deren Ergebnisse sich in Form von farbig gefassten Abgüssen der untersuchten Originale präsentieren. Die Modelle bestehen aus Gips bzw. Kunst- oder Gussmarmor und werden in die bestehende Aufstellung der Antikensammlung integriert. MD

Kunsthistorisches Museum, Mo 19.00; bis 17.3.


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