Glosse Psychohygiene

Hey, Mister Jedermann - geh, hoit doch moi de Goschn!

Falter & Meinung | Klaus Nüchtern | aus FALTER 45/12 vom 07.11.2012

Zu den weltweit unappetitlichsten Symbiosen zählt jene zwischen Prominenz und dem Boulevard. Ist es schon schlimm genug, dass Fluglinienbetreiber, Fußballpräsidenten und Friseure ständig präsent sind, ganz egal, ob sie überhaupt etwas geleistet oder zu sagen haben, so wird es vollends unerträglich, wenn sie ihr Innerstes über uns ergießen.

Wes das Herz voll ist, des geht der Mund über - erst recht, wenn ein Mikro in der Nähe ist. Die einen labern sich das bisschen Resthirn weg ob ihres neuen Liebesglücks, die anderen kriegen Buddhismus vor lauter Zerknirschtheit darob, dass sie beim Defraudieren ertappt wurden. Hannes Kartnig hat Krebs. Wir wünschen ihm schnellstmögliche Gesundung; aber auch, dass er uns mit Einsichten wie dieser verschont: "Es muss kein Bentley oder Rolls-Royce sein.“ F


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