Kommentar Viennale-Bilanz

Festival ohne Konkurrenz: ein Stück lebendiger Filmkultur

Falter & Meinung | Michael Omasta | aus FALTER 45/12 vom 07.11.2012

Der Titel meines Kommentars zur Viennale auch schon letztes Jahr. Ein lieber Kollege ließ mich später wissen, dass meine Einschätzung "völlig haltlos“ sei (warum, behielt er für sich). Indes kann ich mit Blick auf die eben zu Ende gehende 50. Ausgabe des Wiener internationalen Filmfestivals meine damalige Argumentation nur bekräftigen.

Gewiss, auf etliche der 50 übers Jahr verteilten "Events“ (vom Viennale-Eis über den ÖBB-Viennale-Zug bis zur Viennale-Sonderbriefmarke) hätte man leicht verzichten können. Sicher, beim Eröffnungsfilm "Argo“ (von und mit Ben Affleck) durfte man sich mit gleichem Recht ärgern wie unterhalten. Und in der Tat war Michael Caine als Stargast des heurigen Festivals so ziemlich genau das Gegenteil von Harry Belafonte, der im Vorjahr diesen Job übernommen hatte: keine großartige Bereicherung, sondern ein kleinlicher Sir.

Dennoch haben der geneigte Festivalbesucher und die geneigte Festivalbesucherin, soweit mir das zwischen Filmen da und dort zugetragen


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