Nachgesehen Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Dilettantenstadl: Gehudel und dubiose Vergabe beim Stadthallenbad

Politik | Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 45/12 vom 07.11.2012

Wäre alles nach Plan gelaufen, dann könnten die Wiener bereits seit einem Jahr im generalsanierten Stadthallenbad schwimmen. Aber bei der Generalsanierung lief nichts nach Plan. Vor allem deshalb, weil es keinen wirklichen Plan gab.

Zu dem Schluss kommt das Wiener Kontrollamt, das das Bauvorhaben im Stadthallenbad geprüft hat. Das Resümee formulierte es freundlich: "Die Generalsanierung des Stadthallenbades nahm keinen wünschenswerten Verlauf.“ Hinter diesen Worten steckt vernichtende Kritik.

Penibel listet das Kontrollamt auf, wie dilettantisch das überforderte Projektteam vorging: Da wurde drauflossaniert, ohne genau zu wissen, was überhaupt zu sanieren sei. Da ging man daran, Schäden zu beheben, ohne zu wissen, wie schwerwiegend sie waren. Wer hatte bei all dem denn die Bauaufsicht? Laut Kontrollamt ein Ziviltechnikerbüro, in dem die Firma des damaligen technischen Stadthallen-Direktors Gesellschafter war. F


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