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Pressekolumne

Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 45/12 vom 07.11.2012

Der Schriftsteller Leopold Federmair hat im "Album“ des Standard über Sekuhara, das japanische Wort für sexuelle Übergriffe, geschrieben. Federmair unterrichtet an einer japanischen Universität, an der ein "Schönling“ und ein "Komplexler“ wegen Sekuhara entlassen wurden. Für den Rauswurf des "Komplexlers“ hat der Schriftsteller noch Verständnis. Die Studentin, die angab, der "Schönling“ habe ihr Wein mit Betäubungsmitteln zu trinken gegeben, um sie zu vergewaltigen, hat Federmair sich aber genau angesehen: "Ihre Miniröcke waren so kurz, dass man ihr Höschen sah, wenn sie im Unterricht aufstand.“ Na, dann ist alles klar.

Nun bekam Federmairs Institut eine Chefin. Die sei allerdings keine Frau, "sondern ein geschlechtsloses Wesen, über fünfzig, ohne Kinder und Ehemann“, kritisiert der Schriftsteller, "man säubert den Campus von jedem erotischen Gedanken“. Folgen: "Es werden keine Kinder mehr gezeugt.“ Und schuld daran sind die bösen Mädels im Minirock. F


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