Zeit am Schirm

TV-Kolumne

Medien | Matthias Dusini | aus FALTER 45/12 vom 07.11.2012

Er macht schlechte Witze, neigt zur Gewalttätigkeit und ist keiner, der Barack Obama zum Präsidenten wählt. Hank Schrader (gespielt von Dean Norris) ist wieder da, seit letzter Woche läuft auf Arte die vierte Staffel der Serie "Breaking Bad“, die uns Europäern erklärt, warum die USA so pfui sind. Die Mittelschicht zerbricht, die Jugend ist drogenversaut, und sogar biedere Lehrer verwandeln sich in Kriminelle. Der maßlose Egoismus des Corporate Amerika hat die Amerikaner in triebgesteuerte Monster verwandelt.

Hank ist Drogenpolizist und liegt nach einer Schussverletzung im Bett. Wenn seine Gattin nicht da ist, schaltet er auf den Pornokanal. Ansonsten sind ihm Übertragungen von Bowlingturnieren am liebsten. Hanks Sehgewohnheiten sind auch eine Erklärung dafür, warum "Breaking Bad“ trotz aller Auszeichnungen ein Minderheitenprogramm darstellt. Er würde dieses kranke, von Liberalen produzierte Zeug nicht anschauen. F


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