Vom Rumpeln und vom Schönklang

Feuilleton | Musikkritik: Gerhard Stöger | aus FALTER 45/12 vom 07.11.2012

Gutes aus lokalem Anbau: die neuen Alben von Raphael Sas und Der Nino aus Wien

Der beste junge Liedermacher des Landes“ stand auf dem Falter-Cover, das Nino Mandl alias Der Nino aus Wien vor genau einem Jahr zierte. Man hätte den heute 25-Jährigen auch als unberechenbarsten, aufgewecktesten, eigensinnigsten oder originellsten Songwriter der jungen österreichischen Musikszene bezeichnen können. Denn Mandl ist kein klassischer Liedhandwerker, sondern ein famoser Popsongerfinder; einer, der ganz konsequent eigene Wege beschreitet.

Der Anlass für das letztjährige Interview war "Schwunder“, Mandls drittes Album als Der Nino aus Wien. Es enthielt vorrangig schön arrangierten und nicht selten jenseits der 6-Minuten-Marke angesiedelten Chansonpop mit literarisch anspruchsvollen Texten, die in einigen Fällen ganz direkt von James Joyce inspiriert wurden.

Schier endlos hatte der Musiker an "Schwunder“ gefeilt; es bescherte ihm dann auch eine breitere Hörerschaft und seine erste Chartsnotierung.


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