Wiens letzte Fleischhauer: Hier geht’s um die Wurst

Stadtleben | Buchbesprechung: Christopher Wurmdobler | aus FALTER 45/12 vom 07.11.2012

Trotz Supermarktkonkurrenz und wegen neuer Essgewohnheiten - es gibt sie noch, die Wiener Fleischer. Ein paar zumindest

Darf’s ein bisserl mehr sein? Cooles 50er-Jahre-Design zum Beispiel oder den resopalen Chic der 1970er. Tolle Beratung oder eine warme Mahlzeit. Falter-Gastro-Kritiker Florian Holzer hat mit Georg Renöckl und dem Fotografen Arnold Pöschl "Die letzten Fleischhauer von Wien“ besucht und darüber ein Buch gemacht.

25 Betriebe fanden die Autoren exemplarisch und beschreiben archaisch anmutende Szenen. Da machen Gesellen in düsteren Hallen unter Wurstkesseln Feuer, Männer in Kettenhemden zerlegen mit scharfen Messern tonnenweise Schweinehälften. Und beim morgendlichen "Abgarben“ entwickeln sich verführerische Düfte.

Die Kunden seien bewusster und interessierter geworden, erzählen viele Fleischhauer in dem Reportagebüchlein. Fleischesser wollen wissen, wo das Tier für ihren Sonntagsbraten herkommt, wie es gefüttert und geschlachtet wurde. Erstaunlich viele Betriebe


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