Flügelaltärchen und Trauerjopperl

Steiermark | Andacht: Tiz Schaffer | aus FALTER 45/12 vom 07.11.2012

Eine Ausstellung und ein fetter Kunstband würdigen das Lebenswerk von Alois Neuhold

Auf den ersten Blick mag Alois Neuhold durchaus dem klischeehaften Bild des Eremiten entsprechen. Das zerzauste Haar, der lange, weiße Bart. Aber man sollte das mit der "Einsiedelei“, von der in seinem Zusammenhang gerne gesprochen wird, nicht allzu wörtlich nehmen. Der Mann weiß, was auf der Welt, nicht zuletzt auch in der Kunst, passiert. Seine Arbeitsweise allerdings ist durchaus mönchisch geprägt. Südlich von Graz, in St. Georgen an der Stiefing, arbeitet Neuhold seit vielen Jahren abgeschieden und scheinbar unbeirrt an seinem immer dichter werdenden Kunstkosmos. Sein halbfertiges, von Maisäckern umgebenes Haus ist vollgerammelt mit seiner Kunst.

Neuhold, in der Nähe von Graz geboren, wird im Zuge seiner Retrospektive "Nicht von hier“ im Kulturzentrum bei den Minoriten - sie ist in Kooperation mit dem steirischen herbst entstanden - als einer apostrophiert, den die Kunstöffentlichkeit zu


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